Die Transportrevolution beginnt in Italien.
Der erste Prototyp von Ironlev wurde vorgestellt: Die neue Schwebetechnologie ermöglicht die Wiederverwendung herkömmlicher Schienen und hebt die Waggons ohne jeglichen Energieverbrauch an.
Der erste Prototyp von Ironlev im Maßstab 1:1 wurde in Spresiano (Treviso, nahe Venedig in Nordostitalien) präsentiert. Es handelt sich um eine revolutionäre Technologie, die es Zügen ermöglicht, über den Gleisen zu schweben – ohne Kontakt und ohne den Einsatz elektrischer Energie. Das System ist in der Lage, die Wartungs- und Betriebskosten des öffentlichen Verkehrs drastisch zu senken und die Magnetschwebetechnologie zu demokratisieren.
Während dieser besonderen Präsentation für die Presse war es möglich, die Zukunft des Schienenverkehrs unmittelbar zu erleben: Ein mit einem 2-Tonnen-Fahrzeug beladener Waggon ließ sich mit einem leichten Handdruck bewegen – mit derselben Kraft, die erforderlich ist, um einen kleinen Rucksack anzuheben.
Ironlev vereint alle Vorteile der Magnetschwebetechnologie – reduzierte Reibung, geringer Geräuschpegel und sehr hohe Geschwindigkeiten – ohne Kompromisse bei Infrastruktur, Energieeffizienz oder Sicherheit. Darüber hinaus ermöglicht Ironlev erstmals den Einsatz der Magnetschwebetechnologie in bestehenden Anwendungskontexten, wie beispielsweise bei Hochgeschwindigkeitszügen und städtischen U-Bahn-Systemen.
„Die Magnetschwebetechnologie wird seit über 50 Jahren erforscht“, erklärt Adriano Girotto, Präsident und Mitgründer von Ironlev. „Zahlreiche Unternehmen haben bislang erfolglos versucht, sie im öffentlichen Verkehrssektor einzusetzen – nicht zuletzt aufgrund der enormen Kosten für Aufbau und Wartung der Infrastruktur. Ironlev löst dieses zentrale Problem, indem es die Energie- und Infrastrukturkosten reduziert und es ermöglicht, die weltweit über 1,5 Millionen Kilometer bestehende Eisenbahnstrecken wiederzuverwenden und zu modernisieren.“
Im Gegensatz zu bisherigen Magnetschwebesystemen nutzt Ironlev® keine elektrische Energie, um die Waggons anzuheben, was im Vergleich sowohl zu herkömmlichen Schienensystemen als auch zu früheren Magnetschwebetechnologien zu erheblichen Energieeinsparungen führt.
Die Ironlev-Architektur basiert auf einer speziellen Magnetkonfiguration, die in umgekehrt U-förmige Gleitmodule integriert ist. Diese umschließen die Schiene, ohne sie zu berühren, und erzeugen eine selbsttragende Lösung, ohne dass elektrische Energie in das System eingespeist werden muss. Darüber hinaus eliminieren die Ironlev-Gleitmodule durch die vollständige Umfassung der Schiene jedes Entgleisungsrisiko.
Ironlev ist auch aus umwelttechnischer Sicht ein eigensicheres System: Das Magnetfeld ist vollständig auf den wenige Zentimeter breiten Raum zwischen Schiene und Fahrweg begrenzt und erzeugt keinerlei externe Interferenzen. Dadurch werden sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Fahrgäste geschützt.

Ironlev wurde entwickelt, um die Schienenverkehrsbranche zu revolutionieren, und kann auch in zahlreichen anderen Anwendungsbereichen außerhalb des klassischen Transportwesens eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem die Unterhaltungsindustrie (Monorails, Achterbahnen, Seilbahnen), die industrielle Automatisierung sowie automatische Parksysteme, Aufzüge und Verkehrssysteme der nächsten Generation.
„Entwickelt, um den schienengebundenen Verkehr neu zu erfinden, ermöglicht Ironlev den Einsatz der Magnetschwebetechnologie in zahlreichen unterschiedlichen Anwendungsbereichen“, erklärt Luca Cesaretti, Mitgründer von Ironlev. „In den vergangenen Monaten“, ergänzt Mitgründer Lorenzo Andrea Parrotta, „stellen wir fest, dass diesem neuen Technologietyp eine sehr bereichsübergreifende Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Wir verzeichnen ein sehr starkes Interesse an der Anwendung von Ironlev in mehreren Industriezweigen, an die wir ursprünglich nicht einmal gedacht hatten.“
Die nächsten Schritte für die Ironlev®-Technologie umfassen die Entwicklung eines vollständigen und voll funktionsfähigen Magnetschwebe-Waggonsystems. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet das technische Team auf eine Vereinbarung mit einem Industriepartner hin, der die weiteren Entwicklungen unterstützen wird.
Ironlev entstand bei IronBox srl als Ergebnis eines Joint Ventures zweier italienischer Unternehmen: Girotto Brevetti, ein in Treviso ansässiges F&E-Ingenieurbüro mit über zehn Jahren Erfahrung, und Ales Tech, ein in Pisa ansässiges Start-up, das aktiv im Hyperloop-Ökosystem tätig ist.
